Manuelle Methoden der TCM in Wien Mitte

Gua Sha

Diese manuelle Behandlungsmethode stellt einen Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin dar.

Die Behandlung erfolgt mit einem speziellen Schaber unter moderatem Druck auf zuvor eingeölter Haut im betroffenen Körperareal. Sie wird von Patient:innen meist als angenehm empfunden und geht häufig mit einem Wärmegefühl einher.

Dabei können Schlackenstoffe und Gewebsblockaden gelöst werden und an die obere Hautschicht treten. Diese zeigen sich als feine, schmerzlose, grießartige Blutergüsse und verschwinden in der Regel innerhalb von spätestens drei Tagen.

Gua Sha wird zur raschen Linderung von Schmerzen eingesetzt.

Anwendungsbereiche von Gua Sha

  • Akute und chronische Schmerzzustände oder Bewegungseinschränkungen
    (z. B. Hexenschuss, Nackensteife, Muskelfaserriss, Zerrungen, Prellungen ohne Hautwunden)
  • Nervenschmerzen und neurologische Beschwerden
    (z. B. Trigeminusneuralgie im Intervall, Interkostalneuralgie, Migräne/Kopfschmerzen im Intervall, Zustand nach Schlaganfall)
  • Erkältungskrankheiten
  • Kosmetische Behandlungen im Gesicht

Schröpfen und Schröpfkopfmassage

Das Schröpfen hat eine lange Tradition. Früher verwendete Büffelhörner wurden durch Schröpfgläser ersetzt.

Diese werden mittels Unterdruck auf die entsprechende Hautregion aufgesetzt. Dadurch entsteht ein umschriebener Hautreiz.

So können Verspannungen der Muskulatur gelöst, über das Bindegewebe innere Organe beeinflusst und innere Hitze abgeleitet werden.

Moxa

Moxa ist eine spezielle Wärmebehandlung. Dabei wird zu Zigarren oder Kegeln gepresstes, getrocknetes Beifußkraut über bestimmten Körperbereichen abgebrannt – ohne direkten Hautkontakt.

Das Beifußkraut gibt eine besondere Wärme ab. Dadurch können Körperareale erwärmt und der Energiefluss in bestimmten Körperregionen oder Organsystemen angeregt werden.

Akutaping

Das Akutaping hat sich aus dem kinesiologischen Taping entwickelt. Es verbindet Elemente der Akupunktur mit dem Tapen.

Unter den Gesichtspunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin werden elastische Tapes auf die Hautoberfläche im Bereich von schmerzhaften Gelenken, Bändern oder Muskeln angebracht.

Durch die Verschiebung darunterliegender Hautareale kann es zur Beeinflussung tieferer Schichten, Leitbahnen und Akupunkturpunkte kommen.

Effekte des Akutapings

  • Schmerzlinderung
  • Erhöhte Gelenksbeweglichkeit und Stabilität

  • Regulation der Muskelspannung
  • Abschwellung durch Verbesserung des Lymphflusses
  • Förderung der Durchblutung

Anwendung und Hinweise

Akutaping wird sowohl als eigenständige Methode als auch in Kombination mit Akupunktur eingesetzt. Es findet Anwendung in der Sportmedizin, Rehabilitation und Geburtsvorbereitung.

Die Tapes können in der Regel 5–6 Tage auf der Haut belassen werden.

Nicht geeignet ist das Akutaping bei Pflasterallergie oder auf Hautstellen mit offenen Wunden.